vorfaßt von Christine Czekalla aus Hohenhausen
Es wär im Tierheim wie vordem (in Köln) mit Heinzelmännchen sehr bequem. Doch leider, seitdem diese ruhn, muß man nun alles selber tun.
Komm' in die Küche ich um acht
sieht's aus wie nach einer großen Schlacht oder einem Super-Fest.Geschirr in der Spüle-hoch wie Mount Everest! Hundenäpfe, Teller, Tassen, Pfannen, Töpfe und dergleichen, ach, es kann das Herz erweichen. Die Spülmaschine ist schon voll, schnell wasch ich mit der Hand ab - toll! Nun putze ich Fliesen, Schränke, Fenster, ich glaube fast, ich seh' Gespenster, denn im Kühlschrank, welch ein Graus, na, wie sieht's da wieder aus! Ihn noch gründlich aufzuräumen, sollte man nicht lang versäumen, Joghurtbecher, voll und leer, schnell muß ein Lappen her, auch Töpfe, Teller, Messer, Tassen, kaum kann es noch der Ärmste fassen, was eilig dort hinein plaziert.
In Katzenkörbchen wend' ich Decken, ein paar der Tierchen muß ich wecken, und Katzenstreu muß ich erneuern, zuvor die Wannen sauber zu scheuem, fertig ist das Katzenklo¬ach, wie bin ich wieder froh, was ich endlich hab' geschaffen, doch schon denk ich an die Affen. Unterdessen, welch Dilemma, hätt' vergessen fast die Emma, die kriegt einen Tee gekocht. Nebenbei bereite ich Berge Futter für die Affenzwerge. Wische noch den Boden auf, - Müllsäcke stehen schon zu Hauf, muß sie schleppen, eilig rennen, nein, hier kann wohl keiner pennen. -Putze bei Emma, dann bei Gretchen - wie sieht es aus bei diesem Mädchen! Ihr Futter pflückt sie täglich klein, groß mag wohl nicht ihr Hunger sein. Dies versteckt sie unter Decken, nun - vielleicht will sie mich necken.Ab geht es jetzt in den Stall,
Eddi kommt mit seinem Ball, doch nun fehlt die Zeit zu Spielen, seh' Jeremy im Abfall wühlen.
Ja, den Stall muß ich noch wischen, Ordnung schaffen auf den Tischen, Gemüse sortieren aus den Tonnen das sind nicht die höchsten Wonnen, doch es muß fast täglich sein damit was Frisches kann hinein. Sind sie sauber und das richtig denn Hygiene ist ganz wichtig.Ich geh' jetzt in die Affenställe, Jelka hockt mir auf der Pelle, , doch sie darf nicht mit hinein, es könnte wohl ihr Ende sein.Das PärchenMeerkatz will nicht rausdenn das Wetter ist ein Graus,
trotzdem dann mit List und Tücken konnte es doch wirklich glücken,daß sie aus dem Stall sich wagen,und nun kann' ich ohne Zagen
mich' ans Werk der Säuberung machen
mich empfangen schlimme Sachen. Oh, wie schrecklich Affenhände doch beschmieren Tisch und Wände, Fensterglas und alle Bretter, andere Arbeit ist wohl netter. Alles, was sie vorn geschleckert kommt ja später rausgekleckert.
Das ist nun mal der Dinge Gang, sieht man's, wird es einem bang',tu die Arbeit unverdrossen,
dann ist sie bald abgeschlossen.Ach, wie ist das wieder dunen,Vita schmeißt den Müllsack um, wühlt darinnen wie besessen, irgendwas hat sie vergessen, das ihr gestern nicht so wichtig, heute aber gerade richtig.
Derweil, Mallärchen, dieser Tropf, sitzt mir frech schon auf dem Kopf, darf ihn nicht von mir losreißen, denn sieht's Vita, würd' sie beißen. Ihr Sohn darf alles ohne Respekt, was hat er denn nun ausgeheckt? Gleich nimmt er sich dann Anton vor und zieht ihn rücksichtslos am Ohr, haut dessen Kopf, wenn der sich wehrt, aufs Brett, das ist doch unerhört! Doch ist das so bei Affen Brauchund alt ist Anton ja leider auch.
Ach, nun fang' ich nochmal an, Mallörchen hängt noch an mir dran, kneift mit Fingern, beißt mit Zähnchen, macht auf meinem Rücken Männchen, schmiert mir Joghurt ins Gesicht, na, so klappt die Arbeit nicht. Also raus mit Euch ihr Plagen, jetzt kann ich es nochmal wagen einen Neuanfang zu starten. Zeitlich hab' ich schlechte Karten. Doch die Waschmaschine steht leer, also schmutzige Wäsche her, füll' in Eile sie hinein,
die saubere in den Trockner rein. Die Affenställe sind nun blank,
es ist geschafft, ach Gott sei dank!
In die Gehege geht's nun nach draußen, also rein mit den Banausen! Schnell die Klappe zugeschlagen, sonst geht Hiddi mir an den Kragen. Jetzt wird alles ausgekehrt, ganz so, wie es sich gehört, auch die Bretter abgescheuert, sehn nun aus wie runderneuert. Ganz zum Schluß kehr' ich die Wege, alle die führen um die Gehege, weil Besuchstag heute und gewiß dann kommen Leute.Schlielich geh' ich- zu den- Frauen,die die Wäsche grad verstauen in die Schränke in der Deele. Wäscheberge sind es viele, die gewaschen und gelegt
und von Platz zu Platz bewegt. So nun ist es schon so weit -um ist eine Arbeitszeit.