Seit vielen Jahren bin ich Tierfreundin und somit auch Tierschützerin. Die Meldung, dass an der Charité in Berlin ein neues Zentrum für Hirnforschung entstehen soll und dass die Volkswagen-Stiftung die geplanten Tierversuche an Affen fördern wird, hat mich erschüttert.
Seit Jahren finden dort keine entsprechenden Versuche mehr statt, doch nun beabsichtigt ein deutscher Wissenschaftler, an Affen zu untersuchen, wie das Sehen funktioniert.
Wie so etwas erforscht wird, weiß man inzwischen auf Grund ähnlicher Versuche aus Bremen: Operationen, Elektroden im Gehirn, "Training" durch Wasserentzug, stundenlanges Fixiertsein in Primatenstühlen über Monate oder gar Jahre hinweg und letztendlich der Tod.
In Bremen hat man mit einem nahezu identischen Forschungsvorhaben vor 8 Jahren begonnen und ist mit dem Anspruch angetreten, mit den errungenen Erkenntnissen menschliche Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose und Schizophrenie zu heilen. Das Resultat heute: Nichts von dem konnten Herr Prof. Kreiter und Co. verwirklichen.
Daher möchte ich Sie eindringlich ersuchen, Ihre Förderungsgelder, anstatt in qualvolle Experimente an Primaten, lieber in ethisch vertretbare Alternativmethodenforschung zu investieren. Die Zahl der in Versuchen verwendeten Affen stagniert seit Jahren auf hohem Niveau. Werden es jetzt "Dank" der Volkswagen-Stiftung sogar wieder mehr? Das Tierleid wird von der breiten Bevölkerung ohnehin entschieden abgelehnt und muss endlich beendet werden!
Seit Jahren gibt es bereits umfassende alternative Methoden – die sogenannten "in-vitro-verfahren"-, die ganz ohne Tierversuche auskommen. Von einem renommierten Unternehmen wie der Volkswagen AG erwarte ich mir, dass es sich auf fortschrittliche Entwicklungen konzentriert - und nicht die umstrittenen sowie längst überflüssig gewordenen Tierversuche